Gartenträume Wernigerode: Wegebrücke
Beschreibung
Eine Brücke im barocken Lustgarten des Schlosses Wernigerode musste erneuert werden, da im Zuge der Vorbereitungen zur Landesgartenschau das gesamte, als Flächendenkmal eingestufte, Areal instand gesetzt werden sollte. Die vorh. Brückenkonstruktion wies umfangreiche Schäden an Überbau und Widerlagern auf, die die Standsicherheit und Dauerhaftigkeit des Bauwerkes gefährdeten und eine Sanierung ausschlossen.
Daher wurde das bestehende Bauwerk abgebrochen und durch eine Stahlbetonkonstruktion mit Verblendmauerwerk aus den beim Abbruch geborgenen Natursteinmaterialien ersetzt.
In den Entwurf des neuen Bauwerkes waren denkmalschutzrechtliche Belange eingeflossen, die eine teilweise Wiederherstellung der Abmessungen und des äußerlichen Eindruckes erforderten. So erfolgte die Anordnung der Sandsteinquader und Bruch-steine in den Sichtflächen der Widerlager- und Flügelwände wie beim bisherigen Bauwerk. Die Sichtflächen der Betonkappen wurden zudem nach dem Aushärten des Betons bearbeitet, um eine optisch aufgewertete Oberfläche zu erhalten.
Zum Schutz des exotischen Baumbestandes in unmittelbarer Umgebung wurde der Standort der Brücke in geringem Maße versetzt und der künstliche Wasserlauf entsprechend angepasst.
Auftraggeber
Stadt Wernigerode
Ausführungszeitraum
2004
Planungsleistungen
- Einholung der Denkmalrechtlichen Genehmigung
- Entwurfs-/Ausführungsplanung
- Vorbereitung der Vergabe
- BauüberwachungVorplanung
Planungsumfang
- Auf- und Abbrucharbeiten der vorh. Brücke
- Neubau einer massiven Wegebrücke
- 2,80 m Spannweite, 4,50 m Breite
- 15 m³ Fundamentbeton
- 30 m³ Stahlbeton für Widerlager, Flügel, Kappen und Brückenplatte
- 3,5 t Bewehrungsstahl
- 10 m³ Natursteinmauerwerk aus vorh. Material
- Wegebauarbeiten einschl. Erdarbeiten
- Baumschutz nach DIN 18920
